D&O-Police springt bei Managementfehlern ein

D&O-Police springt bei Managementfehlern ein

Führungskräfte in Unternehmen tragen ein hohes finanzielles Risiko. Als Vorstände, Geschäftsführer oder Aufsichtsräte unterliegen sie der verschärften Organhaftung, für finanzielle Schäden werden sie oft persönlich zur Verantwortung gezogen. Mit einer Manager-Haftpflichtversicherung können Unternehmen ihre leitenden Angestellten aber wirksam vor dem Haftungsrisiko aus Managementfehlern schützen.

Die Manager-Haftpflichtversicherung (auch D&O-Police, „Directors and Officers“) kommt für berechtigte Ansprüche beispielsweise von Kunden, Gläubigern oder Aktionären auf, die durch grobe Fehler des eigenen Managements geschädigt werden. Wichtig: eingeschlossen sind je nach Vertrag auch Schadenersatzansprüche des eigenen Unternehmens an den Manager, wenn er die „Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmannes“ verletzt und der Firma dadurch Schaden zufügt. Beispiel: Der Geschäftsführer eines Maschinenbauers versäumt die fristgerechte Abgabe von Konstruktionsunterlagen an einen Kunden, der Kunde tritt vertragsgemäß vom Kauf zurück, dem Unternehmen entgeht ein hoher Gewinn. Ähnlich einer privaten Haftpflichtversicherung prüft der Versicherer im Schadenfall zunächst, ob und in welcher Höhe der versicherte Manager tatsächlich haftbar ist. Wird dem Versicherten ein Verschulden nachgewiesen, zahlt er Schadenersatz bis zur Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssumme. Das unterscheidet die Manager-Haftpflichtversicherung vom einfachen Managerrechtsschutz, der zwar die Kosten gerichtlicher Auseinandersetzungen mit Geschädigten übernimmt, nicht aber den Schaden selbst.

Die Manager-Haftpflichtversicherung kann als Firmenvertrag abgeschlossen werden, dann sind automatisch alle Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte des Unternehmens versichert. Kapitalgesellschaften können auf Wunsch sogar die Haftung Ihrer Aufsichtsräte für Fehler bei der Unternehmenskontrolle mitversichern. Die Jahresprämie zur Managerhaftpflicht bemisst sich im Regelfall nach der Bilanzsumme des Unternehmens. Bei einer Bilanzsumme von beispielsweise 20 Millionen Euro gibt es die Manager-Haftpflicht für den Geschäftsführer bei einer Deckungssumme von 500.000 Euro schon ab rund 1.000 Euro im Jahr.