Frauen müssen stärker für ihr Alter vorsorgen

Frauen müssen stärker für ihr Alter vorsorgen

Gerade Frauen sollten rechtzeitig für den Ruhestand vorsorgen, denn durch lange Erziehungszeiten haben sie oft empfindliche Lücken in ihrer Erwerbsbiografie. Oder sie sind jahrelang in Minijobs tätig, so dass die gesetzliche Rente später entsprechend knapp ausfällt. Im Schnitt nur rund 500 Euro im Monat bekommen deutsche Rentnerinnen zurzeit, männliche Ruheständler erhalten mit rund 1.000 Euro dagegen das Doppelte. Zusätzliche Absicherung in Eigenregie ist für Frauen deshalb besonders wichtig.

Rund ein Drittel aller Bundesbürgerinnen in erwerbsfähigem Alter sorgt überhaupt nicht privat vor, das zeigen aktuelle Umfragen – obwohl Vater Staat die Altersvorsorge kräftig mit Zulagen und Steuervorteilen unterstützt. Davon profitieren junge Singlefrauen mit offener Lebensplanung genauso wie für Mütter, die zusätzlich hohe Kinderprämien einstreichen können. Wegen der konkurrenzlosen staatlichen Förderung eignen sich vor allem Riester-Produkte oft hervorragend als Privatvorsorge für weibliche Bundesbürger. Bis zu 154 Euro Grundzulage schießt der Staat jährlich zu, für jedes Kind abhängig vom Geburtsjahr sogar bis zu 300 Euro. Förderfähig sind private Rentenversicherungen mit späterer Garantierente, außerdem Banksparpläne, Baufinanzierung, betriebliche Altersvorsorge oder auch Fondspolicen, die in konjunkturellen Boomphasen wie derzeit oft überdurchschnittlich starke Rendite bringen.

Gut verdienende Frauen sollten auch nach dem Rürup-Modell für den Ruhestand vorsorgen und die reizvollen Steuervergünstigungen nutzen. Beiträge zu einem Rürup-Rentenvertrag lassen sich ab dem ersten Euro zu einem jährlich steigenden Prozentsatz als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen, egal ob die steuerliche Höchstgrenze für Sonderausgaben bereits ausgeschöpft ist oder nicht. Das mit staatlicher Hilfe angesparte Kapital ist sowohl in der Riester- wie auch in der Rürup-Variante übrigens erstklassig geschützt. Selbst wenn man irgendwann auf Arbeitslosengeld II oder andere Sozialleistungen wie etwa Wohngeld angewiesen sein sollte, darf das Vorsorgekapital von der leistenden Behörde nicht angetastet werden, es bleibt voll für die spätere Privatrente erhalten.