Optimal vorsorgen in jedem Alter

Optimal vorsorgen in jedem Alter

Welche Zukunftsvorsorge die richtige ist, hängt ganz wesentlich vom Lebensalter ab. Junge Menschen haben noch viele Jahre bis zur Rente, sie dürfen sich deshalb schwankungsstärkere Geldanlagen erlauben als fortgeschrittene Jahrgänge, deren Ruhestand schon kurz bevorsteht. Das Vorsorgeportfolio sollte im Lauf des aktiven Arbeitslebens Schritt für Schritt von chancenorientierten Investments wie Aktien und Fonds in sichere Anlageprodukte wie private Rentenpolicen umgeschichtet werden, so dass zu Beginn des Ruhestands eine garantierte lebenslange Monatsrente zur Verfügung steht.

Will man risikoreichere Anlagen wie Aktien, Fonds, Unternehmens- oder Staatsanleihen zur Altersvorsorge nutzen, bieten sich zwar äußerst attraktive Ertragschancen, wegen der Kurs- und Zinsschwankungen aber auch ein höheres Verlustrisiko. Solche Geldanlagen eignen sich hervorragend für jüngere Sparer, die mögliche Verluste durch spätere Kursgewinne problemlos wieder auffangen können. Wer als jüngerer Mensch zusätzlich staatliche Förderung will, kann einen Fondssparplan mit Riesterzulagen nutzen, der in der gegenwärtigen Niedrigzins-Phase oft bessere Rendite bringt als ein Festzinsprodukt. Wenn das Rentenalter in Sichtweite kommt, setzt man am besten zunehmend auf Kapitalerhalt und tätigt keine risikoreichen Investments mehr. So hat man bei Rentenbeginn mit Sicherheit genügend Geld, auch wenn die Aktienmärkte gerade im Keller sind. Gut geeignet für ältere Vorsorgesparer sind Sparpläne und Festgelder, aber auch klassische Rentenversicherungen, die eine lebenslange Zusatzrente garantieren.

Dank attraktiver staatlicher Förderung lohnen sich auch für Sparer mittleren und höheren Alters Rentenprodukte nach dem Riester- oder Rürup-Modell. Bis zu 154 Euro gibt es jährlich an Riester-Zulage, alternativ lassen sich 2.100 Euro Riester-Beiträge jährlich von der Steuer absetzen. Als Rürup-Sparer kann man derzeit 80 Prozent der Aufwendungen für die private Altersvorsorge steuerlich geltend machen (Stand 2015). Expertentipp: Auszahlungen aus fälligen Sparanlagen oder Lebensversicherungen kann man als Einmalbetrag in eine Sofortrente umwandeln, um die späteren Rentenansprüche noch weiter zu verbessern.