Schäden durch Winterstürme richtig versichern

Schäden durch Winterstürme richtig versichern

Wenn draußen die Winterstürme toben, steigt die Zahl der Gebäudeschäden. Aber auch abgestellte Fahrzeuge werden oft beschädigt, zum Beispiel durch abgebrochene Äste oder herab gewehte Dachpfannen. Nur mit dem richtigen Versicherungsschutz sind Sie finanziell auf der sicheren Seite. Die meisten Gebäude-, Hausrat- und Kfz-Versicherer haften für Sturmschäden grundsätzlich ab Windstärke acht, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 63 Stundenkilometern. Wie hoch die Windstärke vor Ort zum Schadenzeitpunkt war, fragen die Versicherer bei den Wetterdiensten ab.

Sturmschäden sind dem Versicherer umgehend zu melden, am besten innerhalb einer Woche, sonst riskiert man den Deckungsschutz. Ausnahmen machen die Versicherer natürlich, falls man zum Schadenzeitpunkt auf Reisen ist und den Schaden erst nach der Heimkehr entdeckt. Wenn der Sturm das Hausdach abdeckt, wenn eindringendes Regenwasser die Wohnungsausstattung beschädigt oder ein Baum aufs geparkte Auto stürzt, sollte man den Schaden selbst dokumentieren. Fast Jeder verfügt heute über Handykamera und Internet, um dem Versicherer oder seinem Vertreter vor Ort gleich per Email aussagekräftige Fotos vom Schaden zuzusenden. Außerdem eine Liste mit allen beschädigten oder zerstörten Gegenständen machen und die Kaufbelege beifügen. Wenn keine Nachweise mehr vorhanden sind, den ungefähren Neupreis und den Zeitpunkt angeben, an dem die beschädigten Sachen gekauft wurden. Der Versicherer entscheidet dann, ob er einen Gutachter schickt oder gleich ein verbindliches Angebot zur Schadenregulierung macht.

Beschädigte oder zerstörte Gegenstände nicht voreilig entsorgen, damit der Versicherer die Chance hat, den Schaden selbst zu begutachten. Größere Reparaturen sollte man erst nach Abstimmung mit dem Versicherer in Auftrag geben. Das gilt natürlich nicht für sofort nötige Rettungsmaßnahmen, zum Beispiel für das vorläufige Abdichten eines im Sturm abgedeckten Hausdachs gegen eindringendes Wasser. Solche Notmaßnahmen kann man als Versicherter sofort und ohne auch Rücksprache mit dem Versicherer veranlassen, damit der Schgaden nicht noch größer wird. Wichtig zu wissen: Spätestens einen Monat nach Zusendung aller Unterlagen kann man eine Abschlagszahlung vom Gebäude-, Hausrat- oder Kfz-Kaskoversicherer verlangen.