Schwarzarbeit: Auftraggeber riskieren hohes Bußgeld

Schwarzarbeit: Auftraggeber riskieren hohes Bußgeld

Handwerkerrechnungen muss man sorgfältig aufbewahren – zum einen als Beleg, um bei Mängeln Nachbesserungsansprüche geltend machen zu können, aber auch als Nachweis für den Fiskus, denn Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Als Auftraggeber riskiert man ein schmerzhaftes Bußgeld von bis zu 50.000 Euro, wenn man auf behördliche Nachfrage keine ordnungsmäßige Rechnung für erbrachte Handwerkerleistungen vorlegen kann.

Jeder Handwerker ist gesetzlich verpflichtet, nach Erledigung des Auftrags eine vollständige schriftliche Rechnung zu stellen. Die Rechnungen vom Zimmereibetrieben, Fensterbauern, Maurerfirmen, Dachdeckern, Sanitärinstallateuren und anderen Baubetrieben müssen stets die genaue Anschrift des Bauunternehmens und des Bauherrn ausweisen. Außerdem muss die Steuernummer oder die vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Rechnungsstellers vermerkt sein. Die Rechnung muss eine Rechnungsnummer haben, auch das Ausstellungsdatum muss auf der Rechnung stehen. Art und Umfang der erbrachten Bauleistung sind genauso festzuhalten wie der Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht wurde. Die Rechnung muss eine Endsumme ausweisen, auch der Umsatzsteuersatz und der Betrag der enthaltenen Umsatzsteuer müssen vermerkt sein.

Als Kunde eines Handwerkers muss man die Rechnung mindestens zwei Jahre lang aufbewahren, damit das Finanzamt im Zweifel nachprüfen kann, dass die Bauleistung nicht unversteuert als Schwarzarbeit erbracht wurde. Die zweijährige Aufbewahrungspflicht beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem der Bauhandwerker die Rechnung ausgestellt hat. Ein Hinweis auf die Aufbewahrungsfrist muss ebenfalls auf der Rechnung vermerkt sein. Ausgenommen von der Aufbewahrungspflicht sind nur Kleinbetragsrechnungen von nicht mehr als 100 Euro. Wichtig ist die Rechnung natürlich auch als Nachweis, um Gewährleistungsansprüche wegen mangelhafter Ausführung der Bauleistung geltend machen zu können. Für mindestens vier Jahre müssen Handwerker die Qualität Ihrer Arbeit laut Gesetz garantieren – solange sollte man Baurechnungen also mindestens aufbewahren.