Sinnvoller Schutz: Die Grundfähigkeitsversicherung

Sinnvoller Schutz: Die Grundfähigkeitsversicherung

Nicht jeder erhält problemlos eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer die 40 überschritten hat, in einem risikoreichen Job arbeitet ist oder Vorerkrankungen mitbringt, sucht oft nach einer Alternative. Nur rund 10 % aller Fälle von Berufsunfähigkeit sind durch Unfälle bedingt, eine Unfallversicherung alleine löst das Problem also nicht. Deutlich besser schützt eine Grundfähigkeitsversicherung.

Anders als beim Berufsunfähigkeits- oder Unfallschutz sind die Leistungen der Grundfähigkeitsversicherung nicht an Arbeitsunfähigkeit in einem bestimmten Beruf oder an Unfallereignisse als Krankheitsursache gebunden. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt automatisch, wenn man infolge Krankheit, Kräfteverfall oder Verletzungen nicht mehr über bestimmte in den Bedingungen festgelegte körperliche Fähigkeiten verfügt. Je nach Anbieter werden die versicherten Grundfähigkeiten in zwei Stufen eingeteilt: Zur Stufe A zählen das Sehen, Sprechen und Hören, der Gebrauch der Hände und das Gehen. Der Stufe B werden Treppensteigen, Knien und Bücken, Heben und Tragen von Lasten oder auch das Autofahren zugeordnet. Anspruch auf Leistung entsteht, sobald man nach ärztlicher Einschätzung mindestens zwölf Monate lang nicht in der Lage ist, eine der Grundfähigkeiten der Stufe A oder drei Grundfähigkeiten der Stufe B auszuüben. Gezahlt wird auch dann, wenn man von der gesetzlichen Pflegeversicherung in Pflegestufe II oder III eingestuft wird.

Im Ernstfall erhält man vom Grundfähigkeitsversicherer eine feste monatliche Rente. Als Kunde entscheidet man bei Vertragsabschluss selbst, ob man diese Rente bis zu einem bestimmten Alter oder lebenslang haben will. Wie die Unfallversicherung ist die Grundfähigkeitsversicherung allerdings kein vollständiger Ersatz für einen Berufsunfähigkeitsschutz. In der Praxis häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit wie psychische Erkrankungen, Bandscheibenschäden oder Gelenkverschleiß sind im Grundfähigkeitsschutz nicht abgesichert, hier hilft tatsächlich nur eine umfassende Berufsunfähigkeitsversicherung.