Taschengeldkonto: Das sind die Regeln

Taschengeldkonto: Das sind die Regeln

Fast jeder Jugendliche besitzt heute ein Girokonto. Konten für Jugendliche bieten nahezu die gleichen Möglichkeiten wie Girokonten für Volljährige – einschließlich Kundenkarte und Online-Banking. Nur ins Minus bringen dürfen Minderjährige ihr Bankkonto nicht.

Mit einem eigenen Konto üben jungen Leute den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Bereits mit sieben Jahren sind Kinder beschränkt geschäftsfähig und können mit Zustimmung der Eltern ein eigenes Konto eröffnen. Je nach den Geschäftsbedingungen der Bank muss der Nachwuchs oft allerdings 14 oder 15 Jahre alt sein, um tatsächlich ein Girokonto zu bekommen. Wann die Kinder ein Konto eröffnen dürfen, entscheiden die Eltern mit, denn das Kreditinstitut verlangt dazu Vollmacht und Zustimmung aller Erziehungsberechtigten. Das gilt auch, wenn die Eltern getrennt leben – es sei denn, nur ein Elternteil ist sorgeberechtigt. Die Eltern können verfügen, dass ihr Kind nur einen bestimmten Höchstbetrag vom Konto abheben darf. Ansonsten funktioniert das Taschengeldkonto wie ein normales Girokonto, solange die Transaktionen im taschengeldüblichen Rahmen bleiben. Mit der Kundenkarte können Jugendliche am Automaten Geld abheben, Überweisungen tätigen oder Daueraufträge einrichten, auch Online-Banking ist je nach Kreditinstitut möglich.

Allerdings ist das Taschengeldkonto ein reines Guthabenkonto: Abheben oder überweisen können Minderjährige nur dann, wenn ausreichend Deckung vorhanden ist. Erst wenn der Kontoinhaber volljährig ist, darf er sein Konto auch überziehen. Aber Achtung: Viele Banken räumen bei Erreichen der Volljährigkeit automatisch einen Dispo ein. Bei Überziehungszinsen bis zu 15 Prozent landen Jugendliche ohne eigenes Einkommen schnell in der Schuldenfalle. Tipp: Girokonten für Jugendliche sind bei vielen Banken gebührenfrei, der Vergleich lohnt sich.